Closing-Konten
Ein Preisanpassungsmechanismus nach dem Closing, bei dem die tatsächliche Bilanz zum Closing-Datum mit einer vereinbarten Zielgröße verglichen wird, um eine Preisanpassung zu bestimmen.
Auch bekannt als: Completion Accounts, Abschlusskonten, Closing-Bilanz
Einzeilige Definition
Closing-Konten stellen fest, wie Barmittel, Schulden und Working Capital tatsächlich zum Closing-Datum aussahen, und passen den Eigenkapitalpreis entsprechend gegenüber vereinbarten Zielen an.
Prozess
- Käufer (oder Verkäufer) erstellt Closing-Konten innerhalb von 30–90 Tagen nach dem Closing.
- Die andere Partei prüft und erhebt etwaige Einwände.
- Ein unabhängiger Sachverständiger entscheidet ungelöste Streitigkeiten.
TS-Rolle
TS-Teams erstellen oder prüfen Closing-Konten und die damit verbundenen Preisanpassungen — oft das letzte und umstrittenste Element einer Transaktion.
Verwandte Begriffe
Locked-Box-Mechanismus
Eine Transaktionsstruktur, bei der der Preis bei Unterzeichnung auf Basis einer historischen Bilanz fixiert wird, ohne nachträgliche Preisanpassung nach dem Closing.
Net Working Capital
Das normalisierte Working-Capital-Niveau, das ein Target zum Betrieb braucht — ein direkter Hebel auf den Kaufpreis.
Nettoverschuldung
Die Lücke zwischen Enterprise Value und Equity Value in einem Deal — Bruttoverschuldung minus Cash plus debt-like items.
Cash-frei, schuldfrei
Die Standardbasis, auf der M&A-Transaktionen bepreist werden: Der Unternehmenswert setzt voraus, dass das Zielunternehmen zum Closing ohne Barmittel und ohne Schulden übergeben wird.
