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Nettoverschuldung

Die Lücke zwischen Enterprise Value und Equity Value in einem Deal — Bruttoverschuldung minus Cash plus debt-like items.

Auch bekannt als: Net Debt, Cash-free / debt-free Anpassung

Einzeilige Definition

Nettoverschuldung = Bruttoverschuldung + debt-like items − Cash und Cash-Äquivalente.

Warum TS das interessiert

Deals werden typischerweise cash-free, debt-free bepreist. Equity Value = Enterprise Value (Multiple × EBITDA) minus Nettoverschuldung zum Closing. Jeder Euro, den Sie zur Netto- verschuldung hinzufügen, ist ein Euro weniger für den Verkäufer — deshalb ist Nettoverschuldung einer der am meisten verhandelten TS-Schedules.

Was als „debt-like" zählt

  • Finanzverbindlichkeiten (Bankdarlehen, Anleihen, Kontokorrent).
  • Leasingverbindlichkeiten (IFRS-16-Behandlung wichtig).
  • Aufgelaufene Zinsen und unbezahlte Kupons.
  • Gesellschafterdarlehen und Salden mit verbundenen Parteien.
  • Nicht ausfinanzierte Pensionsdefizite.
  • Steuerrückstellungen für historische Perioden.
  • Aufgeschobene Kaufpreisbestandteile aus früheren M&A.

Interview-Perspektive

Juniors bleiben bei „Schulden minus Cash" stehen. Seniors wollen von den debt-like items hören — dort bewegt sich der Deal-Value.

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