Quality of Earnings
Das TS-Deliverable, das die Brücke vom reporteten EBITDA zu einer verteidigbaren Run-Rate-Kennzahl schlägt.
Auch bekannt als: QoE
Einzeilige Definition
Quality of Earnings (QoE) ist der Schedule, der Kategorie für Kategorie vom reporteten zum bereinigten EBITDA führt — belegt mit unterstützender Evidenz.
Warum es existiert
Reportete Zahlen sind rückwärtsgerichtet und mit Sonderfaktoren versehen: Einmaleffekte, Kostensenkungsinitiativen mit noch nicht realisiertem Impact, Buchungs-Anomalien. QoE drückt all das in eine Run-Rate-Sicht, die der Käufer modellieren kann.
Anatomie eines QoE-Schedules
- Reportetes EBITDA (gemäß geprüfter Abschlüsse).
- Non-Recurring-Items entfernen (einmalige Rechtskosten, M&A-Gebühren).
- Run-Rate-Anpassungen (Annualisierung Headcount, repreisungen).
- Pro-Forma-Anpassungen (ganzjähriger Effekt von Akquisitionen, neuen Filialen etc.).
- Bereinigtes / normalisiertes EBITDA.
Interview-Perspektive
Wenn ein TS-Interviewer „Was ist QoE?" fragt, testet er kein Vokabular — er testet, ob Sie eine Brücke gehen können. Antworten Sie immer mit dem Schedule, nicht mit dem Akronym.
Verwandte Begriffe
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen — der meistzitierte Profitabilitätsproxy im M&A-Geschäft.
Nettoverschuldung
Die Lücke zwischen Enterprise Value und Equity Value in einem Deal — Bruttoverschuldung minus Cash plus debt-like items.
Net Working Capital
Das normalisierte Working-Capital-Niveau, das ein Target zum Betrieb braucht — ein direkter Hebel auf den Kaufpreis.
