LBO (Leveraged Buyout)
Eine Akquisition, die hauptsächlich mit Fremdkapital finanziert wird, wobei die Cashflows des Zielunternehmens den Hebel bedienen und die Eigenkapitalrenditen verstärken.
Auch bekannt als: Leveraged Buyout, Fremdfinanzierte Übernahme
Einzeilige Definition
Ein LBO nutzt erhebliches Fremdkapital zur Akquisition eines Unternehmens, wobei die Schulden durch die eigenen Vermögenswerte und Cashflows des Zielunternehmens besichert und zurückgezahlt werden.
Warum Private Equity es liebt
Fremdkapital verstärkt die Eigenkapitalrenditen: Wird ein Unternehmen für das 10-fache EBITDA gekauft und zum gleichen Multiple wieder verkauft (ohne Wertschöpfung), ist der IRR auf das Eigenkapital dennoch positiv, weil Schulden zurückgezahlt wurden.
TS-Rolle bei LBOs
Kreditgeber beauftragen ihre eigene FDD, um zu beurteilen, ob die Cashflows den Schuldendienst leisten können. TS-Teams erstellen detaillierte Schuldentragfähigkeitsmodelle.
Verwandte Begriffe
MBO (Management Buyout)
Eine Transaktion, bei der das bestehende Managementteam das Unternehmen erwirbt, typischerweise mit Unterstützung eines Private-Equity-Sponsors.
Senior-Fremdkapital
Das ranghöchste Fremdkapital in einer Kapitalstruktur, mit Prioritätsanspruch auf Vermögenswerte und Cashflows, typischerweise von Banken oder institutionellen Kreditgebern bereitgestellt.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen — der meistzitierte Profitabilitätsproxy im M&A-Geschäft.
IRR (Interner Zinsfuß)
Die annualisierte Rendite einer Investition, ausgedrückt als Diskontierungssatz, der den Kapitalwert aller Cashflows gleich null macht.
MOIC (Multiple auf investiertes Kapital)
Das Verhältnis des Gesamtertrags einer Investition zum gesamten investierten Kapital, ohne Zeitadjustierung.
