Pro-forma-Anpassung
Eine Neudarstellung historischer Finanzdaten, um ein bestimmtes Ereignis — wie eine Akquisition oder Veräußerung — so widerzuspiegeln, als wäre es zu Beginn der Periode eingetreten.
Auch bekannt als: Pro forma, Pro-forma, PF-Anpassung
Einzeilige Definition
Pro-forma-Anpassungen stellen vergangene Ergebnisse so dar, dass sie nach einer strukturellen Veränderung des Unternehmens ein vergleichbares Bild liefern.
Typische Auslöser
- Bolt-on-Akquisitionen während der Periode (Annualisierung des akquirierten EBITDA).
- Veräußerungen (Entfernung der GuV der verkauften Einheit).
- Neue Standorteröffnungen (Annualisierung des Teiljahrsbeitrags).
- Mitte des Jahres neu bepreiste Verträge (Annualisierung des neuen Tarifs).
TS-Herausforderung
TS-Teams der Käufer bewerten jeden Pro-forma-Anspruch kritisch. Die Beweislast liegt beim Verkäufer — alle Anpassungen müssen durch zugrundeliegende Daten belegt sein.
Verwandte Begriffe
Bereinigtes EBITDA
Das EBITDA, bereinigt um Einmaleffekte, um das nachhaltige, wiederkehrende Ertragsniveau des Unternehmens abzubilden.
Quality of Earnings
Das TS-Deliverable, das die Brücke vom reporteten EBITDA zu einer verteidigbaren Run-Rate-Kennzahl schlägt.
Carve-Out
Eine Transaktion, bei der eine Division oder Geschäftseinheit von ihrer Muttergesellschaft abgetrennt und als eigenständiges Unternehmen verkauft oder börsennotiert wird.
