Carve-Out
Eine Transaktion, bei der eine Division oder Geschäftseinheit von ihrer Muttergesellschaft abgetrennt und als eigenständiges Unternehmen verkauft oder börsennotiert wird.
Auch bekannt als: Ausgliederung, Abspaltung, Veräußerung
Einzeilige Definition
Ein Carve-Out extrahiert einen Teil eines größeren Unternehmens und stellt ihn so dar, als hätte er immer eigenständig operiert — was selten der Fall ist.
Wesentliche TS-Herausforderungen
- Carve-Out-Einheiten haben selten eigenständige GuVs; Kostenzuordnungen müssen neu erstellt werden.
- Shared Services (IT, HR, Recht, Finanzen) müssen separat bewertet werden.
- Separationskosten beim NewCo und verbleibende Kosten bei der Mutter müssen quantifiziert werden.
Ergebnis
Carve-Out-Abschlüsse (oft als „Kombiniert" oder „Carve-out" bezeichnet) stellen das Geschäft auf eigenständiger Basis mit Pro-forma-Anpassungen dar.
Verwandte Begriffe
Separationskosten
Einmalige Kosten, die entstehen, um ein Carve-Out-Geschäft von seiner Muttergesellschaft zu trennen, einschließlich IT-Systemtrennung, rechtlicher Restrukturierung und Drittleistungsverträge.
Verbleibende Kosten (Stranded Costs)
Kosten, die nach einem Carve-Out bei der Muttergesellschaft verbleiben, aber zuvor dem veräußerten Geschäft zugeordnet waren, was eine Kostenlücke schafft.
Financial Due Diligence (FDD)
Eine unabhängige Prüfung der historischen und prognostizierten Finanzen eines Zielunternehmens, die für einen Käufer oder Kreditgeber vor Abschluss einer Transaktion durchgeführt wird.
