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COVID-19-Anpassungen im EBITDA: Noch relevant?

COVID-19-Adjustierungen waren jahrelang ein Standardthema in FDD-Berichten. Was gilt heute noch, was ist überholt? Ein aktueller Überblick.

Veröffentlicht am 17. April 2026· 2 Min. Lesezeit

COVID-19-Anpassungen waren von 2020 bis 2023 ein festes Element in fast jedem QoE-Bericht. Heute, in 2026, sind die meisten Unternehmen aus der unmittelbaren Pandemiezeit heraus – doch das Thema bleibt in bestimmten Analysen noch relevant.

Warum COVID-Anpassungen gemacht wurden

Die Pandemie hat in vielen Unternehmen außerordentliche Effekte erzeugt:

  • Umsatzeinbrüche durch Lockdowns (Einzelhandel, Gastronomie, Events)
  • Sonderkosten für Hygienemaßnahmen, Remote-Work-Infrastruktur
  • Staatliche Unterstützungsleistungen (Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen)
  • Lieferkettenkosten und Vorratspuffer

Diese Effekte wurden in vielen FDD-Berichten herausgerechnet, um ein "normalisiertes" Bild zu zeigen.

Was heute noch relevant ist

Analysen mit historischen Daten vor 2023

Wenn ein QoE-Bericht die Jahre 2020–2022 einbezieht, sind COVID-Adjustierungen weiterhin Teil der Methodik. Kandidaten sollten erklären können:

  • Was wurde adjustiert und warum?
  • Waren staatliche Beihilfen einmalig?
  • Hat das Unternehmen eine echte Normalsituation wieder erreicht?

Strukturelle Veränderungen durch COVID

Wichtiger als die direkte Adjustierung ist die Frage: Hat COVID dauerhaft etwas verändert?

  • Verändertes Kundeverhalten
  • Neue Kostenstrukturen (Remote-Work)
  • Nachhaltig veränderte Margen

Diese strukturellen Effekte sind nicht mehr "adjustierbar" – sie gehören zur Baseline.

Was überholt ist

  • Pauschale COVID-Adjustierungen für alle Perioden nach 2022
  • Die Annahme, dass alle Pandemie-Jahre verzerrt waren
  • Kurzarbeitsgeld-Anpassungen für Perioden, die weit zurückliegen

Die heutige Interviewrelevanz

Im TS-Interview 2026 wird COVID selten als Hauptthema aufkommen. Aber als Beispiel für Einmaleffekte und Adjustierungsmethodik bleibt es instruktiv. Kandidaten, die erklären können, wie COVID-Adjustierungen methodisch funktionieren, zeigen tiefes QoE-Verständnis.


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