Der Run-Rate-EBITDA ist eine zentrale Kennzahl im M&A. Wie wird er korrekt berechnet, und welche Fallstricke lauern? Ein praxisorientierter Überblick.
Der Run-Rate-EBITDA ist eine der meistgenutzten Größen in M&A-Transaktionen – und gleichzeitig eine der anfälligsten für Missverständnisse und Manipulation. Dieser Artikel erklärt die Methodik und die wichtigsten Fehler.
Der Run-Rate-EBITDA ist eine annualisierte Schätzung des nachhaltigen, operativen EBITDA eines Unternehmens. Er stellt dar, wie das Unternehmen "im Laufbetrieb" – ohne Einmaleffekte und unter stabilen Verhältnissen – performen würde.
Vereinfachte Formel:
Run-Rate-EBITDA = Normalisiertes EBITDA (letzte 12 Monate) ± Pro-forma-Anpassungen
Einmalige Posten werden herausgerechnet:
Das EBITDA wird auf die letzten 12 Monate aktualisiert:
LTM = Letztes Geschäftsjahr + H1 aktuell − H1 Vorjahr
Pro-forma-Anpassungen für strukturelle Veränderungen:
Management-Teams projizieren oft Synergien oder Kosteneinsparungen, die noch nicht realisiert sind. Im TS gilt: Nur belegte, bereits implementierte Effekte sind adjustierbar.
Bei LTM-Berechnung kann eine kurze Hochsaison übergewichtet werden. Immer auf Saisonalitäten prüfen.
Wenn das Geschäftsjahr nicht dem Kalenderjahr entspricht, muss die LTM-Berechnung sorgfältig auf den korrekten Zeitraum abgestimmt werden.
Trainieren Sie diese Berechnungen mit echten Fallstudien. Unser Kurs zeigt Schritt für Schritt, wie Run-Rate-Analysen in der Praxis durchgeführt werden.
Hunderte Kandidaten haben ihre Interviews mit diesem Programm vorbereitet. Die, die die Stelle bekommen haben, haben eines gemeinsam: Sie haben die Fälle bearbeitet, bevor sie ins Gespräch gegangen sind.