Locked Box oder Completion Accounts? Beide Methoden haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Preisfindung. Eine verständliche Erklärung für TS-Kandidaten.
Im Unternehmenskaufvertrag (SPA) ist eine der fundamentalen Entscheidungen: Wie wird der endgültige Kaufpreis bestimmt? Zwei Mechanismen dominieren den Markt — Locked Box und Completion Accounts. Wer in Transaction Services arbeitet, muss beide sicher erklären können.
Beim Completion-Accounts-Ansatz wird der Kaufpreis auf Basis des Unternehmenswerts zum Closing-Datum berechnet. Der Ablauf:
Der Vorteil für den Käufer: Er bekommt das Unternehmen in dem Zustand, der vertraglich definiert wurde — Abweichungen werden ausgeglichen.
Der Nachteil: Post-Closing-Streitigkeiten über die Berechnungen sind häufig und kostspielig.
Beim Locked-Box-Ansatz wird ein historisches Datum als Bewertungsstichtag festgelegt (die „Locked Box"). Nach diesem Datum:
Der Vorteil: Weniger Post-Closing-Streitigkeiten, mehr Planungssicherheit.
Der Nachteil für den Käufer: Er trägt bereits ab dem Locked-Box-Datum das wirtschaftliche Risiko, hat aber noch keine Kontrolle.
Completion Accounts sind verbreitet bei:
Locked Box ist verbreitet bei:
In einem Locked-Box-Prozess analysiert die FDD:
In einem Completion-Accounts-Prozess liegt der Fokus stärker auf der NWC-Definition und dem Net-Debt-Mechanismus.
Wenn ein Interviewer fragt: „Was ist der Unterschied zwischen Locked Box und Completion Accounts?" — antworten Sie mit:
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