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Aufbau eines FDD-Berichts: Was Analysten wissen müssen

Wie ist ein FDD-Bericht strukturiert? Von der Executive Summary bis zum Net-Debt-Abschnitt: Aufbau, Inhalte und Anforderungen erklärt.

Veröffentlicht am 17. April 2026· 2 Min. Lesezeit

Ein FDD-Bericht ist kein Jahresabschluss und kein Management-Kommentar. Er ist ein strukturiertes Analysedokument, das dem Auftraggeber hilft, fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Der Aufbau folgt einer klaren Logik — und wer ihn kennt, kann im Interview sofort punkten.

Die typische Struktur eines FDD-Berichts

1. Executive Summary

Die Executive Summary ist das wichtigste Kapitel — sie wird zuerst gelesen und oft am intensivsten genutzt. Sie enthält:

  • Transaktionskontext und Scope der Analyse
  • Wesentliche Erkenntnisse (Key Findings)
  • Normalisiertes EBITDA auf einen Blick
  • Normalisiertes NWC-Target
  • Net Debt Übersicht
  • Wichtigste Red Flags

Gute Executive Summaries sind präzise, strukturiert und so formuliert, dass ein Partner in zehn Minuten das Wesentliche versteht.

2. Quality of Earnings (QoE)

Das Herzstück des Berichts:

  • Historische GuV-Entwicklung (typischerweise drei bis fünf Jahre)
  • Analyse der Umsatzentwicklung und -qualität
  • EBITDA-Bridge: Reportetes → normalisiertes EBITDA
  • Kommentare zu den wesentlichen Anpassungsposten
  • Run-Rate-Abschnitt

3. Net Working Capital

  • Historische NWC-Entwicklung (monatlich)
  • Normalisierungsanalyse
  • Saisonalitätsdiskussion
  • Target-Ableitung mit Methodik

4. Net Debt

  • Vollständige Finanzverbindlichkeitsübersicht
  • Schuldenähnliche Posten mit Begründung
  • Cashposition und Cash-like Items
  • Gesamte Nettoverschuldung zum Stichtag

5. Sensitivitätsanalyse / Szenarien (optional)

In manchen Berichten wird dargestellt, wie sich das normalisierte EBITDA unter verschiedenen Annahmen verändert — insbesondere bei strittigen Anpassungen.

Anforderungen an Sprache und Präzision

FDD-Berichte werden auf Englisch oder Deutsch erstellt, je nach Auftraggeber und Transaktion. Für die Sprache gilt:

  • Präzision: Zahlen müssen konsistent und cross-referenziert sein
  • Neutralität: Der Bericht beschreibt — er urteilt nicht über die Transaktion
  • Klarheit: Komplexe Sachverhalte in verständlicher Sprache

Ein häufiger Fehler von Berufseinsteigern: Sie schreiben zu viel Text und zu wenig Substanz. Im FDD-Bericht gilt: Eine präzise Tabelle ist mehr wert als drei Absätze Beschreibung.

Was Analysten zum Bericht beitragen

Als Junior-Analyst sind Sie für folgende Teile typischerweise direkt verantwortlich:

  • Aufbau der historischen GuV- und Bilanztabellen
  • Einzelne Abschnitte in QoE und NWC
  • Cross-Referenzen und Datenvalidierung
  • Grafiken und Visualisierungen

Die Executive Summary und die finalen Einschätzungen werden typischerweise vom Manager oder Senior Manager geschrieben.

Berichtslänge und Format

Ein typischer Mid-Market-FDD-Bericht hat zwischen 40 und 120 Seiten — abhängig von der Transaktionskomplexität und dem vereinbarten Scope. Hinzu kommen umfangreiche Anhänge mit detaillierten Berechnungen.


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