EBITDA-Marge in der Financial Due Diligence analysieren: Wie werden Margen beurteilt, welche Benchmarks gelten, und was sagen Margenveränderungen aus?
Die EBITDA-Marge ist eine der ersten Kennzahlen, die ein erfahrener TS-Analyst betrachtet. Sie gibt einen schnellen Hinweis auf die Ertragskraft und die strukturellen Stärken oder Schwächen eines Unternehmens.
EBITDA-Marge = EBITDA / Umsatz × 100
Eine EBITDA-Marge von 15 % bedeutet: Von 100 € Umsatz bleiben 15 € als EBITDA übrig, nachdem alle Betriebs- und Personalkosten abgezogen wurden.
Die Marge erlaubt einen schnellen Vergleich zwischen Unternehmen unterschiedlicher Größe — und mit Branchenpeers.
| Branche | Typische EBITDA-Marge |
|---|---|
| Software / SaaS | 20–40 % |
| Technologiedienstleister | 12–20 % |
| Industrieunternehmen | 8–15 % |
| Automobilzulieferer | 6–12 % |
| Handel (B2B) | 5–10 % |
| Handel (B2C/Einzelhandel) | 3–8 % |
| Gesundheitswesen (private Kliniken) | 10–18 % |
| Baugewerbe | 4–8 % |
Diese Werte sind Richtwerte — Ausreißer nach oben oder unten sind immer erklärungswürdig.
In der FDD werden Margen in mehreren Dimensionen analysiert:
Wie hat sich die EBITDA-Marge über die letzten drei bis fünf Jahre entwickelt? Ist sie stabil, steigend oder fallend?
Nach der EBITDA-Normalisierung verändert sich auch die Marge:
Die Differenz signalisiert, wie stark Einmaleffekte das Bild verzerrten.
Bei Unternehmen mit mehreren Geschäftsbereichen: Welches Segment hat die höchste Marge? Wie entwickelt sich der Mix?
Hohe Marge:
Niedrige Marge:
„Das Unternehmen hat eine EBITDA-Marge von 7 % — ist das gut?" Die richtige Antwort hängt von der Branche ab. Zeigen Sie, dass Sie nicht abstrakt urteilen, sondern Kontext benötigen.
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