Wie erstellt man eine EBITDA-Brücke in der Financial Due Diligence? Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Struktur, Logik und Excel-Tipps.
Die EBITDA-Brücke ist das zentrale Analyse-Tool in der Financial Due Diligence. Wer sie sicher aufstellen kann, hat eine der wichtigsten handwerklichen Kompetenzen im TS-Alltag erworben.
Die Bridge überbrückt die Lücke zwischen dem reporteten EBITDA — dem, was in der GuV ausgewiesen ist — und dem normalisierten EBITDA — dem, was die Ertragskraft des Unternehmens tatsächlich widerspiegelt.
Sie ist das Herzstück jedes QoE-Berichts und die Grundlage für die Bewertungsdiskussion zwischen Käufer und Verkäufer.
Reportetes EBITDA aus dem Jahresabschluss oder den Management Accounts. Typischerweise wird die Bridge für die letzten drei bis fünf Perioden (oder LTM — Last Twelve Months) aufgestellt.
Wichtig: Klären Sie, ob das EBITDA vor oder nach IFRS 16 dargestellt wird. Das beeinflusst alle weiteren Anpassungen.
Gehen Sie systematisch durch alle Positionen der GuV:
Notieren Sie jeden potenziellen Anpassungsposten mit GL-Buchungsnummer oder Verweis auf den entsprechenden Beleg.
Ordnen Sie jeden Anpassungsposten einer der drei Kategorien zu:
Die Kategorisierung beeinflusst die Vertretbarkeit im Bericht: Non-Recurring-Items sind am einfachsten zu begründen.
Für jeden Anpassungsposten brauchen Sie einen Beleg:
Ohne Beleg ist ein Add-Back in einem professionellen FDD-Bericht nicht tragbar.
Addieren Sie alle Anpassungen und berechnen Sie das normalisierte EBITDA. Dann prüfen Sie:
Eine typische Excel-Bridge hat folgende Struktur:
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