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Bewertungsmethoden im M&A: DCF, Multiples und mehr

DCF, Transaktionsmultiples, Peer-Group-Analyse: Die wichtigsten Bewertungsmethoden im M&A erklärt – für TS-Kandidaten verständlich aufbereitet.

Veröffentlicht am 17. April 2026· 2 Min. Lesezeit

Bewertungsmethoden sind ein Standardthema in TS- und M&A-Interviews. Wer hier nicht sattelfest ist, verliert Punkte. Dieser Artikel gibt Ihnen den strukturierten Überblick, den Recruiter erwarten.

Die drei Säulen der Unternehmensbewertung

1. DCF – Discounted Cash Flow

Der DCF-Ansatz berechnet den Barwert zukünftiger Free Cash Flows. Er ist intern konsistent und unabhängig von Marktdaten – dafür aber sensitiv gegenüber Annahmen.

Kernschritte:

  • Free Cash Flows prognostizieren (üblicherweise 5–10 Jahre)
  • Terminalwert bestimmen (Gordon-Growth-Modell oder Exit-Multiple)
  • WACC als Diskontierungszins berechnen
  • Unternehmenswert (EV) aus Barwerten summieren

Im TS-Interview: Kandidaten sollten erklären können, warum DCF in Deals selten allein verwendet wird – zu viele Annahmen, zu wenig Marktanker.

2. Transaktionsmultiples (Comparable Transactions)

Hier wird das Unternehmen anhand von Preisen bewertet, die bei ähnlichen M&A-Transaktionen gezahlt wurden. Der gängigste Multiple: EV/EBITDA.

Vorteile:

  • Spiegelt reale Transaktionspreise wider
  • Enthält implizit Kontrollprämien

Nachteile:

  • Abhängig von Datenqualität und Marktphase
  • Vergleichbarkeit von Transaktionen oft eingeschränkt

3. Peer-Group-Analyse (Trading Multiples)

Börsennotierte Vergleichsunternehmen werden herangezogen. Da diese Kurse keine Kontrollprämien enthalten, liegen die Multiples meist niedriger als bei Transaktionsvergleichen.

Typische Multiples: EV/EBITDA, EV/EBIT, P/E, EV/Umsatz

Die Football-Field-Darstellung

In der Praxis werden alle drei Methoden kombiniert und in einem „Football Field" visualisiert: Die Bewertungsspannen der einzelnen Methoden werden übereinandergelegt, um eine Bandbreite zu zeigen.

Was TS-Analysten wissen müssen

Im Transaction Services kommt die Bewertungslogik vor allem bei der Plausibilisierung des Kaufpreises vor. Der TS-Analyst fragt: Ist das bezahlte EV/EBITDA-Multiple angesichts der normalisierten EBITDA-Basis gerechtfertigt?

Die Verbindung zwischen der Qualität der Erträge (QoE) und dem Kaufpreis ist der entscheidende Bezugspunkt.


Üben Sie diese Konzepte mit unseren Fallstudien – in einem strukturierten Kursformat, das genau auf TS-Interviews ausgerichtet ist.