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Häufige Fehler im TS-Interview und wie man sie vermeidet

Die häufigsten Fehler im Transaction-Services-Interview: Was TS-Kandidaten falsch machen und wie Sie es besser machen. Ehrliche Analyse mit Lösungen.

Veröffentlicht am 17. April 2026· 3 Min. Lesezeit

Im TS-Interview gibt es Fehler, die fast alle Kandidaten machen — und Fehler, die nur diejenigen machen, die sich nicht vorbereitet haben. Dieser Artikel behandelt beide Kategorien.

Fehler 1: Zu abstrakt antworten

Das Problem: „EBITDA-Anpassungen sind wichtig, um die nachhaltige Ertragskraft zu ermitteln." Richtig — aber wertlos. Interviewer wollen Struktur und Substanz, keine Phrasen.

Die Lösung: Nennen Sie immer Beispiele. „Eine typische Non-Recurring-Anpassung wäre Restrukturierungskosten — wie eine Abfindungszahlung von 500 T€ nach einem dokumentierten Stellenabbau. Diese würde ich mit +500 T€ in die EBITDA-Bridge aufnehmen, weil sie einmalig und belegbar ist."

Fehler 2: Die Bridge-Logik nicht kennen

Das Problem: Viele Kandidaten können einzelne Konzepte erklären, aber den Gesamtzusammenhang nicht darstellen. Die Bridge verbindet alles — wer sie nicht kennt, wirkt wie jemand, der Puzzleteile kennt, aber kein Bild sieht.

Die Lösung: Lernen Sie die Bridge auswendig: Reportetes EBITDA → Non-Recurring → Run-Rate → Pro-Forma → Normalisiertes EBITDA. Üben Sie, sie in 90 Sekunden zu erklären.

Fehler 3: Die NWC-Target-Logik nicht verstehen

Das Problem: Viele Kandidaten kennen das NWC als bilanzielle Größe, aber nicht den Kaufpreismechanismus. „NWC ist Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten" — und dann?

Die Lösung: Verstehen Sie, warum das Target kaufpreisrelevant ist: Abweichungen nach oben oder unten führen zu Kaufpreisanpassungen. Üben Sie, das in einem Satz zu erklären.

Fehler 4: Die EV-to-Equity-Brücke vergessen

Das Problem: Kandidaten können EBITDA und NWC erklären, aber nicht, wie beides mit dem Kaufpreis zusammenhängt.

Die Lösung: EV − Nettoverschuldung ± NWC-Anpassung = Equity Value. Das ist die Kernbrücke — jedes Konzept, das Sie kennen, landet hier.

Fehler 5: Kein Beispiel für einen schuldenähnlichen Posten parat haben

Das Problem: „Schuldenähnliche Posten..." — und dann Schweigen.

Die Lösung: Merken Sie sich fünf Beispiele auswendig: Pensionsrückstellungen (IAS 19), IFRS-16-Leasingverbindlichkeiten, Earn-out-Verbindlichkeiten, laufende Steuerverfahren, ausstehende Transaktionskosten.

Fehler 6: Unter Druck zusammenbrechen

Das Problem: Interviewer stellen Rückfragen oder widersprechen absichtlich. Manche Kandidaten geben sofort nach.

Die Lösung: Wenn Sie überzeugt sind, verteidigen Sie Ihre Position ruhig und strukturiert. „Ich verstehe Ihren Punkt — mein Argument ist, dass..." zeigt Reife. Nachgeben ohne Argument zeigt Unsicherheit.

Fehler 7: Keine Fragen stellen

Das Problem: Am Ende des Gesprächs sagt der Kandidat: „Nein, ich habe keine Fragen."

Die Lösung: Bereiten Sie zwei bis drei echte Fragen vor — über aktuelle Mandate, die Teamstruktur, Entwicklungsmöglichkeiten. Das signalisiert echtes Interesse.


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