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KPMG Transaction Services Interview: So bereiten Sie sich vor

Vorbereitung auf das KPMG Transaction Services Interview: Ablauf, technische Schwerpunkte und konkrete Tipps für Bewerber auf Junior- und Senior-Stellen.

Veröffentlicht am 17. April 2026· 2 Min. Lesezeit

KPMG Deal Advisory gehört zu den bedeutenden Adressen für Transaction Services im deutschsprachigen Raum. Mit Standorten in Frankfurt, München, Berlin und weiteren Städten bietet KPMG TS ein anspruchsvolles Umfeld — und einen Bewerbungsprozess, der technische Kompetenz in den Vordergrund stellt.

Der Bewerbungsprozess bei KPMG TS

Der typische Prozess für Junior-Positionen:

  1. Online-Bewerbung (CV, Anschreiben, Zeugnisse)
  2. Online-Assessment (numerisches und verbales Reasoning)
  3. Telefonisches oder Video-Erstgespräch
  4. Technisches Interview mit Senior Manager oder Director
  5. Finalgespräch mit Partner

Für erfahrene Kandidaten (z. B. Wirtschaftsprüfer mit zwei bis drei Jahren Erfahrung) entfällt das Online-Assessment häufig.

Was KPMG im technischen Interview testet

KPMG-Interviews sind bekannt dafür, dass sie FDD-Konzepte nicht nur abfragen, sondern die Kandidaten auffordern, Positionen zu verteidigen. Typische Formulierung: „Warum würden Sie diesen Add-Back in den Bericht aufnehmen? Welche Argumente würde ein Käufer dagegen vorbringen?"

EBITDA-Anpassungen

  • Kategorisierung: Non-Recurring, Run-Rate, Pro-Forma
  • Begründungslogik: Welche Dokumente stützen einen Add-Back?
  • Grenzen: Wann lehnen Sie einen vom Management geforderten Add-Back ab?

Net Working Capital

  • Normalisierungsmethodik
  • Umgang mit Saisonalität
  • Identifikation von Window Dressing

Nettoverschuldung

  • Definition und Abgrenzung zu schuldenähnlichen Posten
  • IFRS 16: Wie fließt die Leasingverbindlichkeit ein?
  • Pensionsrückstellungen: Voll oder nur teilweise?

Fallstudien-Element

Bei KPMG ist es nicht ungewöhnlich, dass im Interview eine kurze Zahlenaufgabe präsentiert wird:

„Hier sind drei Anpassungsvorschläge des Managements. Welche würden Sie akzeptieren, welche ablehnen, und warum?"

Oder:

„Berechnen Sie das normalisierte EBITDA aus dieser vereinfachten GuV."

Diese Elemente sind keine Überraschung, wenn Sie sich mit echten Fallstudien vorbereitet haben.

Besonderheiten beim KPMG-Stil

  • Direkte Fragestellung: KPMG-Interviewer kommen schnell zum Punkt
  • Strukturierte Erwartungshaltung: Eine klare Gliederung (Erklärung → Beispiel → Deal-Relevanz) kommt gut an
  • Branchensensitivität: Bei sektorspezifischen Positionen wird Branchenwissen geschätzt

Häufige Fehler bei KPMG-Interviews

  1. Zu allgemein bleiben: „EBITDA-Anpassungen sind wichtig für die Bewertung" reicht nicht — nennen Sie konkrete Beispiele
  2. Unsicherheit nicht signalisieren: Wenn Sie etwas nicht wissen, sagen Sie es — aber zeigen Sie dann, wie Sie das Problem angehen würden
  3. Die Bridge vergessen: Viele Kandidaten erklären Einzelkonzepte, aber stellen keinen Gesamtzusammenhang her

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